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Der letzte Tag vor Weihnachten

Ja, geben Sie es ruhig zu: unsere 22 Kalendertürchen sind spurlos an Ihnen vorüber gegangen. Als wären all unsere Tipps und Ratschläge für irgendwelche ominösen „Anderen“ gedacht gewesen, für Menschen, die sich auf Weihnachten vorbereiten – eine vollkommen abwegige und aus der Mode gekommene Spezies. Denn für Weihnachtsvorbereitungen haben Sie – wie jedes Jahr – überhaupt keine Zeit gehabt.

Wie immer ist heute auf einmal, urplötzlich und völlig unvorhergesehen *kreisch* der Tag vor Weihnachten! Sie haben keine Geschenke, Sie haben keinen Weihnachtsbaum und Sie haben vor allem überhaupt keine Ahnung, was Sie jetzt machen sollen. Am einfachsten erscheint es Ihnen, zum Nordpol zu fliehen oder eine Grippe zu bekommen.

Und wir sollen Ihnen jetzt die Kohlen aus dem Feuer holen! Aber da wir ja Kummer gewohnt sind, werden wir auch das irgendwie hinkriegen.

Wir haben für Sie eine Crew von hochkarätigen Organisationssoziologen, Brauchtumswissenschaftlern, Burn-out-Therapeuten und Wirtschaftsmanagern zusammengestellt, die ein Notfallprogramm ausgearbeitet haben. Damit kriegen Sie garantiert noch bis morgen Abend alle Weihnachtsvorbereitungen hin. Vertrauen Sie uns und befolgen Sie die folgende Anleitung.

23. Dezember spätnachmittags

1. Gehen Sie in den Keller!

Wenn Sie dort innerhalb von wenigen Minuten a) den Weihnachtsbaumständer und b) den Karton mit dem Baumschmuck finden, sind sie über die Pole-Position ins Rennen gekommen. Nehmen Sie beides sofort mit rauf in die Wohnung.

2. Gehen Sie zum Bankautomaten!

Egal wie viel Sie abheben: Falls Sie im Keller keinen Baumständer und keinen Karton mit Schmuck gefunden haben, heben Sie mehr ab! Und jetzt wird nicht genörgelt! SIE sind zu spät dran! Sowas kostet halt. Also Augen zu und durch. Wenn Sie nicht über die Pole-Position ins Rennen gekommen sind, dann lassen Sie den Geldautomaten weg und hoffen Sie einfach, dass Sie überall per Karte bezahlen können und Ihre PIN nicht vergessen.

3. Suchen Sie sich den nächstbesten, größeren Supermarkt.

Jetzt, so ultrakurz vor dem Fest, führt fast jeder Supermarkt sowohl Baumständer, als auch Baumschmuck und Lichterketten. Da Sie so spät dran sind, wird die Auswahl knapp sein. Aber sehen Sie es einfach so: Der Zufall schmückt den Baum, nehmen Sie was da ist. Gehen Sie NICHT erst noch in andere Geschäfte, um zu sehen, ob die was Besseres/Billigeres/Schöneres haben. Das ist nur ein Trick der Verkaufsmultis um Ihnen den Tag zu versauen.

Dann packen Sie noch ein Sixpack Piccolos und einen oder zwei Riesen-Feinkost-Fress-Geschenkkörbe mit in den Wagen. Doch, vertrauen Sie uns, das machen Sie jetzt einfach. Später erfahren Sie, wozu. Bringen Sie jetzt das ganze Geraffel nach Hause.

Wenn Sie gut waren, dann waren Sie jetzt inklusive Keller und Geldautomat maximal 2 Stunden unterwegs.

4. Kaufen Sie einen Weihnachtsbaum!

Nehmen Sie, was Sie kriegen können und wovon Sie glauben, dass es ungefähr in Ihr Wohnzimmer passt. Und ab nach Hause damit.

Tschakka! Sie sind jetzt schon fast auf dem Weihnachts-Couontdown-Level der ominösen Anderen, die immer auf alles besser vorbereitet sind als Sie. Eine letzte Tat noch für heute:

5. Selbstgebackene Plätzchen

Rupfen Sie aus Ihren Einkäufen, bzw. Ihrem Karton mit dem Baumschmuck, 6 kleinere Teile heraus und hängen Sie sie an die Hälse der Piccolos. Jetzt gehen Sie los und besuchen in Ihrer Nachbarschaft 6 nette Damen reiferen Alters, bei denen garantiert keine Kinder mehr wohnen. Dort schellen Sie an, sagen, dass Sie sich einfach mal zu Weihnachten für die gute Nachbarschaft bedanken wollten und überreichen einen Piccolo. In 5 von 6 Fällen werden Sie als Dank eine Tüte selbstgebackener Weihnachtsplätzchen zurückbekommen. Klappt doch!

24. Dezember morgens

6. Frühstücken Sie schön

Falls Sie nicht gestern Abend bei der sechsten Dame auf zehn bis zwölf Likörchen versackt sind, beginnen Sie den Tag breit grinsend, während alle anderen wie die Irren in die Geschäfte rennen. Sie aber lehnen sich nett zurück, denn Sie haben ja schon alles. Nach einem weiteren leckeren Käffchen stellen Sie in aller Ruhe Ihren Baum auf und hängen einfach alles was Sie an Baumschmuck haben hinein. Legen Sie dabei ein paar Schmuckelemente, die sie nicht so schön finden, an die Seite.

Mal sehen, was Sie gestern in der Eile eingekauft haben: Eine türkisfarbene Lichterkette mit Plastik-Eiszapfen. Ist doch auch mal was anderes! Dazu nachgemachter Baumschmuck aus dem Erzgebirge und ein paar violette Christbaumkugeln. Sieht doch sehr apart aus! Ein geschmückter Baum ist ein geschmückter Baum! Und wenn er geschmückt ist, ist er immer schön.

7. Das Weihnachtsessen

Packen Sie jetzt Ihre Luxus-Präsent-Fresskörbe aus. Sie können davon locker über Weihnachten bestens schlemmen, denn Sie werden sowieso noch diverse Alkoholika geschenkt bekommen und sind ja auch bei Muttern und Tante Frieda zum Essen eingeladen.

Der Vorteil an Fress-Geschenkkörben ist, dass man fast alles, was sich darin befindet, ohne besondere Zubereitung essen kann. Füllen Sie zu gegebener Zeit einfach die ganzen Leckereien in nette Schälchen und Tellerchen, zünden Sie dazu Kerzen an und fertig ist ein romantisches Weihnachtsessen.

8. Die Geschenke

In den Fresskörben sind garantiert auch Sachen, die Sie nicht mögen oder doppelt haben oder sowieso nicht alle aufessen können. Das sind Ihre Weihnachtsgeschenke! Packen Sie die in das Zellophan und die Deko von den Fresskörben, hängen Sie die beiseitegelegten Schmuckstücke vom Tannenbaum daran und schon haben Sie sehr feine, luxuriöse und liebevoll verpackte Weihnachtsgeschenke.

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben soeben Ihre kompletten Weihnachtsvorbereitungen innerhalb von ca. 6 Stunden, verteilt auf 2 Tage erledigt!

Und es ist erst 12 Uhr. Sie haben noch reichlich Zeit, einen gemütlichen Einkaufsbummel ganz ohne Druck zu machen…

Wir glauben: Sie werden staunen, was Sie da noch alles mitbringen!

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