Logo

Harz

Sie haben vergessen, beim Umgang mit Ihrem Festtagshelden Handschuhe anzuziehen? Upsi – dann haben Sie jetzt eine ziemlich zähe, extrem klebrige und mittlerweile schon arg schmutzige Schicht an den Fingern, die sich auch mit Unmengen an heißem Wasser und Seife nicht entfernen lässt.

Aber bevor wir Ihnen verraten, wie Sie das Zeug trotzdem ganz einfach wieder abkriegen, schauen wir uns doch mal an, was dieses Harz eigentlich ist.

Harze werden von Pflanzen, insbesondere von Nadelbäumen abgesondert. Dies umso mehr, wenn deren Holz verletzt wird. Deshalb ist das Zeug auch so klebrig: Es soll als natürliches Wundpflaster die Verletzung gut verschließen. Auf diese Weise schützt sich der Baum davor, an der verletzten Stelle auszutrocknen. Zuerst fließt es zäh aus den so genannten Harzkanälen, dann erstarrt es an der Luft zu einer festen Masse.

Aber Harz kann noch viel mehr: Es macht Bakterien und Pilzsporen unschädlich, denn unter der klebrigen Schicht sollen sich keine, über die Verletzung eingetretene Krankheitserreger über das gesunde Holz her machen.

Die Menschen haben sich das Baumharz natürlich auch zunutze gemacht. Schon vor sehr langer Zeit wurde es mit Butter und Honig vermischt, um als desinfizierende und schützende Wundsalbe zu dienen. Noch heute werden viele Cremes für wunde oder verletzte Haut aus Wollfett und Harz hergestellt.

Die ätherischen Öle des Baumharzes, deren Aromen ein nicht wegzudenkender Teil des Weihnachtsduftes sind, finden in Hustenmedikamenten und Erkältungsbädern Verwendung.

Tatsächlich werden noch heute die Klebeflächen von Pflastern mit Baumharzen hergestellt (manchmal kann man das sogar riechen). Aber auch Kaugummi und Klebstoff, Lacke und Malfarben enthalten Harz. Sogar in der Papierherstellung braucht man Harz, um das Papier wasserabweisend zu machen.

Kennen Sie Retsina, den typischen griechischen Wein? Der erhält sein besonderes Aroma durch Kiefernharz. Und die Geschenke der heiligen drei Könige – womit wir dann endlich wieder beim Thema Weihnachten wären – hatten auch mit Harz zu tun: Weihrauch und Myrrhe sind tropische Harze. Noch heute wird damit zu Weihnachten geräuchert.

Der hohe Harzgehalt von Nadelbäumen schenkt uns auch den herrlichen Duft, wenn wir Tannenholz und frische Zweige im Kaminofen oder am Lagerfeuer verbrennen.

Ärgern Sie sich also nicht über das Harz an Ihren Händen. Denn ohne würde Ihr Weihnachtsbaum längst nicht so gut duften. Und außerdem ist es auch ganz einfach wieder zu entfernen.

Nehmen Sie einfach irgendein hautverträgliches Fett. Das kann jede Art von Massageöl oder eine Fettcreme sein, genauso gut aber auch Butter oder Olivenöl. Das Harz löst sich im Fett auf und ist dann leicht abzuwaschen. Auch hochprozentiger Alkohol (nein, nicht getrunken, sondern aufgeträufelt!) löst Harz von der Haut.

Wir glauben: Das bisschen Harz ist kein Problem für Sie!

Zurück zur Adventskalender-Übersicht

Dir hat der Beitrag gefallen? Wir freuen uns auf Dein Feedback bei Facebook!

 

Hier finden Sie uns: