Logo

„Das ist mir aus Versehen passiert!“

Heute werden wir mal Kleinkind, Hund und Katze in einen Topf werfen – versinnbildlicht natürlich nur. Warum? Weil alle drei dazu neigen, den Weihnachtsbaum als interessante Spielmöglichkeit zu betrachten und den Baumschmuck als potenzielle Nahrung.

Wir wollen auch gar nicht groß herumunken, denn nach neueren Erkenntnissen der Quantenphysik ist es ja so: Wenn man sich etwas allzu bildlich vorstellt, dann schickt man geradezu einen Auftrag ans Universum, dieses Bild zu realisieren. Deshalb – Ohmmmmmmmmm – malen wir uns die Weihnachtstage nebst Tannenbaum einfach nur wunderschön und perfekt aus.

Wie jetzt, Sie glauben nicht an die Quantentheorie? Moah, - na gut. Dann versuchen wir mal anders keinen Schaden anzurichten. Es gibt einen schönen Spruch, den ich mir damals von meinem Fahrlehrer gemerkt habe. Er zitierte ihn immer, wenn ich einen riskanten Fehler gemacht habe und sowas gesagt habe, wie „ups, aber ist ja noch mal gut gegangen“. Der Spruch lautete: „Das geht tausend Mal gut!“ Will sagen: Nur weil bisher bei hoher Risikofreudigkeit nichts passiert ist, heißt das nicht, dass eines schönen (Weihnachts-)Tages Ihr vierjähriger Sprössling nicht doch glaubt, das tolle Zeug auf den Zweigen des Tannenbaums wäre Zuckerwatte… Oder anders gesagt: Das werden typische „Das hat er ja noch nie gemacht“-Momente.

Kleinkinder

So lange Sie noch ein sabberndes Baby haben, das sich nicht selbständig fortbewegen kann, ist alles okay. Sobald Ihr Kind aber anfängt zu laufen, sich also an allem und jedem hochzuzieht, wird es mit dem Baum eventuell etwas gefährlich. Ein Krabbelkind kann durchaus einen großen Baum zu Fall bringen, wenn es sich an den Zweigen festhält.

Es kann auch neugierig nach einer brennenden Kerze greifen und sich dabei im günstigsten Fall mit herabtropfendem Wachs verbrennen. Im ungünstigsten Fall… Wir wollen unsere Situation nicht weiter ausschmücken, damit wir keine falschen Botschaften ans Universum schicken!

Schon etwas ältere Kinder haben einen ungeheuren Spaß daran, den Baum (oder wenigstens die erreichbaren Teile davon) zu schmücken und abzuschmücken, - also täglich, stündlich, immer im Wechsel. Dran, ab, dran, ab, dran, ab… Das machen sie auch gerne mal alleine und mit besonderen Playmobilpüppchen oder anderem Spielzeug. Das soll dann eine Überraschung für die Mutti sein. Welche Überraschung das dann wirklich für die Mutti wird… STOP! Nicht weiterdenken! Sie wissen schon: Universum!

Hunde

Wenn Ihr Hund erst einmal spitz bekommt (dauert 3-5 Sekunden), dass da „Leckerlies“ am Baum hängen, dann wird er wahrscheinlich JEDE Gelegenheit nutzen, auch an die weiter oben hängenden Kekse zu kommen. Er wird dabei nicht besonders erfindungsreich sein, sondern einfach den Baum anspringen bis er umkippt. Hinterher wird er behaupten, dass der Weihnachtsbaum ganz von selbst in Ohnmacht gefallen ist. Kekse als Baumschmuck sind also schon mal tabu, wenn Sie einen Hund haben.

Ansonsten ist ein Weihnachtsbaum bei schon etwas älteren Hunden, die sich nicht mehr über jeden Mist aufregen, kein besonderes Problem. Potente Rüden könnten auf die Idee kommen, erst mal ihr Besitzrecht auf den Indoor-Baum anzumelden und kräftig die unteren Zweige markieren („Das hat er ja noch nie gemacht!“). Sowas können Sie aber nicht vorher wissen – oder Sie probieren es im Advent mal in einer Douglas-Filiale aus…

Hunde, die nicht gut alleine sein können, sollten in der Weihnachtszeit nicht unbedingt mit dem Baum in einem Zimmer sich selbst überlassen werden. Wenn Sie den Hund allein in der Wohnung lassen müssen, dann verschließen Sie besser das Zimmer mit dem Baum… Nein, Sie stellen sich jetzt nicht vor, was Sie anderenfalls bei der Heimkehr für ein Bild erwartet!

Wenn Sie Ihren Hund gesund über Weihnachten bringen wollen, dann lassen Sie auch keine Weihnachtsteller mit Süßigkeiten herumstehen. Schokolade ist für Hunde buchstäblich Gift und Alkohol (zum Beispiel in Pralinen) auch. Verhindern Sie, dass entzückte Verwandte den Hund andauernd mit Leckerlis oder gar Knochen vom Weihnachtsbraten füttern.

Sollte Ihr Hund noch ein Welpe sein, lassen Sie ihn bitte nicht aus den Augen! Schneiden Sie alle Tüten, Plastikverpackungen und auch Papier-Geschenktaschen auf, bevor Sie sie in den Papierkorb geben oder sie herumliegen lassen. Ein einziger Kekskrümel auf dem Boden einer engen Plastiktüte… STOP! Nicht weiter denken!

Geschenkband ist für Welpen ganz fatal. Es zerreißt nicht, lässt sich nicht einfach durchbeißen und kann deshalb alle möglichen Körperteile beim Spielen abbinden.

Welpen und Weihnachtsbaum sind sowieso ein Thema für sich. Man sollte ein Zusammentreffen von beidem möglichst vermeiden.

Katzen

Ob Sie die extrem zerbrechlichen Weihnachtskugeln aufhängen, kommt auf den Forscherdrang ihrer Kinder und Haustiere an. Katzen finden diese Kugeln großartig und fummeln zuweilen so lange daran herum, bis sie sie getötet haben, sprich: die Kugel zu Bruch gegangen ist und sich beim Anstupsen nicht mehr bewegt.

Und glauben Sie nicht, dass Ihre Katze, nur weil sie den Weihnachtsbaum die ersten 24 Stunden ignoriert, in dieser Beziehung vertrauenswürdig ist. Wahrscheinlicher ist, dass ihr dieses leuchtende und glitzernde Ungetüm einfach erst mal unheimlich ist, sie aber mit der Zeit herausfindet, dass das Ding nicht beißt, man aber super da rein klettern und von oben den Schmuck abfummeln kann. Vorzugsweise natürlich, wenn Sie schlafen oder für ein paar Stunden bei Oma und Opa zum Kaffeetrinken sind.

Für Katzen gilt auch und besonders größte Vorsicht mit Geschenkbändern. Schneiden Sie gebrauchte Geschenkbänder in kurze Stücke oder entsorgen Sie sie sofort unerreichbar für Tiere.

Baumschmuck sollte nicht an Bändchen hängen, in die eine Pfote oder der Kopf einer Katze – nein, das stellen wir uns jetzt auch nicht vor, wir verzichten einfach auf Bändchen und hängen die Kugeln an den handelsüblichen Häkchen auf.

Sie haben Katzenkinder? Au weia! Wir wollen ja nicht unser eigenes Geschäft schädigen, aber Kitten und Weihnachtsbaum? Lassen Sie es! Tun sie es nicht! Glauben Sie uns einfach. Sie wollen nicht wissen, was dann passiert. Allerdings haben sie große Chancen, zehntausend Zugriffe auf youtube zu bekommen, wenn Sie einen Wurf Katzenkinder im Alter zwischen 4 und 6 Monaten auf Ihren Weihnachtsbaum loslassen und dabei eine Kamera mitlaufen lassen.

Also nochmal zusammengefasst:

Regel Nummer 1: Niemanden, der eine geringere Körperhöhe als einen Meter hat, auch nur fünf Minuten mit dem Weihnachtsbaum alleine lassen!

Regel Nummer 2: Keine echten Kerzen verwenden!

Regel Nummer 3: Keinen Baumschmuck in Verschluck-Größe verwenden, ihn an Haken aufhängen und nie Geschenkband herumliegen lassen!

Regel Nummer 4: Essbaren Baumschmuck nur verwenden, wenn die Kinder schon größer sind und keine Tiere im Haus leben!

Wir glauben: So lange Sie immer glückliche Menschen, Tiere und Weihnachtsbäume visualisieren, wird das Universum ein Einsehen haben!

Zurück zur Adventskalender-Übersicht

Dir hat der Beitrag gefallen? Wir freuen uns auf Dein Feedback bei Facebook!

 

Hier finden Sie uns: