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Schnee auf den Zweigen

Tja, nicht nur Lichterketten an Weihnachtsbäumen ändern sich, sondern auch das Klima. Okay, das war jetzt ein gewagter, thematischer Sprung - aber viele fragen sich: Wird es nie mehr weiße Weihnacht geben? Der Klimawandel ist da, keine Frage, aber ist der wirklich schuld am Regenwetter zu Weihnachten?

Wenn wir uns erinnern, dann war das eigentlich – gefühlt – „schon immer“ so, dass wir im Dezember auf weiße Weihnacht gehofft und am Heiligabend mit Temperaturen deutlich über Null enttäuscht wurden. Die globale Erwärmung ist nämlich gar nicht sooooo Schuld an der so genannten „grünen Weihnacht“.

Genau genommen ist Weihnachten, laut Wetterstatistik, in Deutschland zu 70% grün. Ist ja auch irgendwie logisch, denn Weihnachten könnte schneetechnisch nicht blöder terminiert sein. Der Winter fängt ja eigentlich erst drei Tage vor Weihnachten an, nämlich zur Sonnenwende am 21. oder 22. Dezember.

Wenn die Sonne also flacher und über immer weniger Stunden am Tag auf die Nordhalbkugel scheint, dann kühlt diese Hälfte der Erde immer mehr ab. Die Ozeane brauchen länger zum Abkühlen, die Kontinente können das schneller. Aber auch wieder nicht sooo schnell, dass wir automatisch schon zum Winteranfang Schnee haben. Der Januar ist immer insgesamt viel kälter als der Dezember, auch wenn da die Tage langsam wieder länger werden.

Die „warmen“ Tage über Weihnachten haben meteorologisch sogar eine eigene Bezeichnung: Weihnachtstauwetter. Und dieses Weihnachtstauwetter dauert ziemlich genau vom 24. Bis 31. Dezember. Ziemlich häufig setzt zu Silvester der eigentliche Winterfrost ein.

Stellt sich die Frage: Warum verbinden wir denn nun überhaupt Weihnachten mit Schnee, wenn an 70% aller Weihnachtstage kein Schnee liegt (und – by the way – damals in Bethlehem garantiert auch kein Schnee gelegen hat)?

Hat die Film- und Tourismus-Industrie uns die Köpfe mit Schneeidyllen vollgestopft? Oder macht sich Schnee einfach besser auf Weihnachtspostkarten? Vermutlich lassen sich einfach alle weihnachtlichen Darstellungen mit Schnee hübscher und romantischer gestalten. Wie soll auch ein Rentierschlitten ohne Schnee fahren? Weihnachten ist in unseren Phantasien einfach untrennbar mit Schnee verknüpft. Warum auch nicht? Wir müssen ja nicht alle inneren Bilder an die Realität anpassen.

Aber wie auch immer – wir hätten also gerne Schnee zu Weihnachten, weil das einfach schön ist. Schnee bedeckt all das Grau mit einer sauberen weißen Decke, Flocken rieseln leise vom Himmel und dämpfen allen Krach und Lärm des Alltags. Tannen sehen verschneit einfach nur wunderschön aus und Weihnachten hat man gerade auch mal so viel Zeit für Schlittenfahrten und Schneeballschlachten. Seufz!

Da wir aber das Wetter nun mal nicht beeinflussen können (jedenfalls nicht so kurzfristig - haha), können wir uns, wenn wir wollen, unseren eigenen Schnee machen. Nämlich an unserem Weihnachtsbaumschmuck.

Wenn Sie also Schnee-Effekte in ihrer weihnachtlichen Dekoration schön finden, dann steht dem eigentlich nichts im Wege.

Watte

Einfache Watte ist eine schnelle Lösung, wenn „Schnee“ auf Ihrem Weihnachtsbaum liegen soll. Am natürlichsten sieht das aus, wenn sie größere Wattepuschel einzeln und gleichmäßig auf den Zweigen verteilen. Stellen Sie sich eine verschneite Tanne in der Natur vor, wenn der Schnee schon einige Tage liegt. Dann sind da auch nur noch einzelne dicke Schneekissen verteilt. Zugegeben: Es ist schon eine kleine Kunst, Watte so zu verteilen, dass der Baum nicht aussieht, als wäre er versehentlich in eine Windelfabrik geraten. Vielleicht üben Sie vorher ein bisschen draußen im Garten an einem Tannenzweig. Es wäre aber besser, wenn Sie sich dabei nicht von Ihren Nachbarn beobachten lassen…

Schneespray

Schnee aus der Sprühdose ist da schon sehr viel einfacher zu handhaben. Damit erzielen Sie recht einfach einen Effekt, wie frisch gefallener Pulverschnee. Die Zweige des Weihnachtsbaums werden dabei wie mit Eiskristallen überpudert.

Wichtig ist, dass Sie den Baum VOR dem Schmücken besprühen. Es sei denn, Sie wollen für immer (!) auf all Ihrem Baumschmuck Kunstschnee haben.

Und damit wären wir schon bei einem Problem, das Sprühschnee mit sich bringt: Wenn Sie Ihren Baum damit dekorieren, achten Sie unbedingt darauf, das umliegende Gegenstände (Tapete, Möbel, Teppich, Vorhang etc.) nicht mit eingesprüht werden. Auch nicht so richtig schön ist der Geruch von Schneespray. Besser ist es also, den Baum einen Tag vor dem Fest einzusprühen.

Wenn Sie Schnee in Ihrer Weihnachtsdeko lieben, dann können Sie noch einen drauf bzw. drunter setzen: Im einschlägigen Handel (Internet!) gibt es sogar künstliches Schneevlies, das Sie unter dem Baum ausbreiten können. Wer es ganz edel mag, setzt noch kleine künstlich funkelnde Eiskristalle in das Vlies.

Und zu so einem eisigen Baum gehören eigentlich auch Kugeln mit „Frosteffekt“.

Wachs, Zuckerguss und Co.

Ihnen fällt jetzt der Wachs-Trick aus dem 10. Kalendertürchen ein? Oder Sie überlegen, mit Zuckerguss ein wenig Schnee in den Tannenbaum zu zaubern? Ja, klar, das geht schon, aber bitte, bitte üben Sie das vorher an ein paar losen Tannenzweigen. Da müssen Sie – wenn es um den ganzen Weihnachtsbaum geht – schon ein Händchen für haben. Es wäre schade für den Baum und für Ihre Nerven, wenn Sie am Mittag des 24.12., wenn es nirgendwo mehr Weihnachtsbäume zu kaufen gibt, Ihre schöne Tanne mit Wachs oder Zuckerguss verklebt haben.

Und überhaupt: Weihnachten scheint ja nun mal eher ein grünes Fest zu sein. Vielleicht sollten wir es auch genauso feiern und uns einfach auf Schnee und Eis im Januar freuen.

Wir glauben: Sie sollten beim Baumschmücken einfach „Schneeflöckchen“ oder „Let it snow“ singen!

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