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Vor dem Baumkauf

Für größtmögliche Freude an Ihrem Weihnachtsbaum machen Sie sich am besten schon vor dem Kauf ein paar klitzekleine Gedanken darüber, was genau Sie eigentlich wollen und brauchen.

Tatsächlich ist es so, dass Weihnachtsbäume beim Händler unter freiem Himmel vollkommen andere Dimensionen zu haben scheinen, als daheim im Wohnzimmer. Man glaubt gar nicht, wie klein einem ein Bäumchen im Freien erscheinen und wie riesig es dann unter der Zimmerdecke aussehen kann. Allerdings geht das Ganze auch umgekehrt. „Nein, Hans, der ist doch viel zu grooooooß!“ Und am Ende steht da ein Minibäumchen in der Ecke, das eigentlich prachtvoll weihnachtlich aussehen sollte… Ist alles schon passiert.

Überlegen Sie sich also vor dem Kauf, wo genau der Baum während der Feiertage glänzen soll. Soll er auf dem Boden stehen, oder auf einem Tischchen? Will sagen: Messen Sie die Höhe Ihres gewünschten Baumes. Ja, mit einem Zollstock, nicht mit Augenmaß!

Was man meist nicht bedenkt: Wünschen wir uns eine prachtvolle Höhe des Tannenbaums, dann müssen wir auch mit einer ausladenden Breite der unteren Äste rechnen. Nadelbäume wachsen ja nun mal konisch (deshalb sehen Kunstbäume auch - unter anderem - immer so bescheuert aus: Die werden nämlich an dieses Höhe-Breite-Problem angepasst). Und glauben Sie nicht, sie könnten die unteren Äste passend zurechtstutzen. Das sieht aus wie ein selbstgemachter Kurzhaarschnitt ohne Frisör und wäre eine Schande für einen schön gewachsenen Baum.

In normalen Wohnzimmern muss man meist einen Kompromiss zwischen gewünschter Höhe und maximal möglicher Breite finden. Nicht umsonst wurden wundervolle Christbaumspitzen erfunden, um den Baum höher erscheinen zu lassen. Falls Sie sehr viel Platz haben, berechnen Sie bei Ihrer Höhe, dass da oben ja noch Schwiegermuttis geliebte Spitze drauf muss! Die ist nämlich sonst sauer (die Schwiegermutti, nicht die Spitze).

Sie sollten unbedingt mit Ihrem Zollstock den maximalen Durchmesser der unteren Zweige festlegen – und zwar in allen Richtungen!

Wenn Sie ihrem Weihnachtsbaumhändler diese beiden Maße nennen können, dann kann er Ihnen wesentlich einfacher für Sie in Frage kommende Kandidaten zeigen.

Aber so weit sind wir ja noch nicht. Noch stehen wir in Ihrem Wohnzimmer und stellen uns vor, wo der Baum einmal stehen soll. Befindet sich da vielleicht ein Fenster oder eine Tür in der Nähe? Fragen Sie sich, ob Sie mehrere Wochen damit leben können, diese Tür oder dieses Fenster gar nicht zu benutzen, oder nur zum Teil, womöglich gequetscht und unter der Gefahr, dass der Baumschmuck herunterfällt…

Befindet sich in der Nähe Ihres Weihnachtsbaums eine Heizung? Das wäre ziemlich ungünstig, aber häufig geht es einfach nicht anders. Sie müssen dann einen ausreichenden Abstand zur Heizung bei Ihren Maßen mit einrechnen und eine langlebige Baumart wählen. Eine Fichte würde an einer Heizung wahrscheinlich zu Silvester schon nackelig sein.

Letzte Maßnahme, bevor Sie zum Weihnachtsbaumhändler losfahren: Überlegen Sie, wie Sie das Bäumchen bei der gemessenen Größe nach Hause transportieren.

Sollten Sie nicht in der glücklichen – aber zugegeben eher selteneren – Lage sein, ihren Tannenbaum zu Fuß nach Hause bringen zu können, dann machen Sie es nicht, wie in all den lustigen Filmchen. Der Weihnachtsbaum gehört nicht auf das Autodach.

Besonders bei längeren Fahrten trocknet der nicht zu unterschätzende Fahrtwind den Baum nämlich aus. Hinzu kommt, dass Harzflecke auf Autolack auch nicht wirklich lustig sind. Folienverpackte Bäume flattern auf dem Dach und überhaupt ist das eine ganz schlechte Idee.

Passt also der Baum in Ihr Auto? Wenn Sie das nachmessen, denken Sie daran, dass man einen Zollstock zusammenklappen und im Wageninneren wieder ausklappen kann, der Tannenbaum das aber nicht mitmacht.

Und nehmen Sie unbedingt eine ausreichend große, saubere Plastikplane mit. Sie wollen ganz bestimmt auch kein Harz auf Ihren Autopolstern haben!

Haben Sie nur einen kleinen Baum, dann legen Sie die Rückbank oder den Kofferraum Ihres Autos mit der Plane aus und schlagen Sie den eingenetzten Baum locker darin ein. Für größere Bäume sollten Sie sich einen Anhänger leihen oder jemanden fragen, der einen kleinen Transporter besitzt.

Ja, wir wissen, dass wir nerven, aber wir sind immer noch nicht am Ende unserer Überlegungen. Denn Ihr schönes, frisches Bäumchen darf auf keinen Fall tagelang (oder auch nur einen Tag) in einer Plastikplane im Auto lagern!

Wenn Sie also den Baum nicht sofort nach dem Kauf aufstellen können, dann muss er ja so lange irgendwo hin! Sind Sie sicher, dass Sie schon wissen, wo er unbeschadet aufs Fest warten kann?

Er braucht es unbedingt kühl und feucht. Ideal sind Garten, Balkon (natürlich regengeschützt, sonst gibt es beim Aufstellen eine Sauerei), Garage oder Keller. Ein nicht beheiztes Treppenhaus geht auch, vorausgesetzt Ihre Nachbarn flippen nicht aus oder stellen ihre Bäume daneben und hinterher weiß keiner mehr, wem welcher gehört.

Wichtig ist, dass der Baum nicht gefriert. Das tut dem Baum nicht gut und das macht auch keinen Spaß, wenn man ihn aufstellen will und feststellt, dass die Zweige stocksteif und festgepappt sind.

Muss der Baum länger als einen Tag auf das Aufstellen warten, dann sägen Sie am besten ca. 1cm vom Stielende ab und stellen ihn in einen Eimer mit Wasser.

Das Netz lassen Sie während der Lagerung am Baum.

So, und jetzt können Sie endlich losfahren.

Viel Spaß bei der Auswahl Ihres perfekten Tannenbäumchens!

Wir glauben: Das kriegen Sie schon hin! 

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